CFO-Nachfolge in Financial Services: Zwischen interner Kontinuität und externem Wettbewerb

schillingnews flash 1 | 2026 – Die Nachfolge eines Chief Financial Officers gehört zu den strategisch wichtigsten Personalentscheiden eines Unternehmens. In einem regulierten Umfeld wie dem Schweizer Finanzsektor ist der CFO längst nicht mehr nur für Zahlen verantwortlich, sondern nimmt eine Schlüsselrolle in den Bereichen Governance, Kapitalmanagement und strategische Unternehmensentwicklung ein.

Wie werden CFO-Positionen in der Schweizer Financial-Services-Branche heute nachbesetzt? Intern oder extern – und wenn extern: Woher kommen die Kandidatinnen und Kandidaten? Für diese Analyse haben wir die Profile von 80 amtierenden CFOs bei Banken (aufgeteilt in Kantonal-/Retailbanken und den übrigen Bankensektor), Versicherungen, Krankenkassen und Asset Managern mit Hauptsitz in der Schweiz ausgewertet. Ziel der Analyse ist es, Muster in der CFO-Nachfolge sichtbar zu machen, Besetzungswege und Herkunftsmuster zu identifizieren und daraus Erkenntnisse für Verwaltungsräte, CEOs und die Nachfolgeplanung abzuleiten.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

  • Der Markt ist in Bewegung: 34 % der untersuchten CFO-Positionen wurden seit Juli 2023 neu besetzt
  • Interne Nachfolge dominiert: 59 % der untersuchten CFO-Positionen wurden intern besetzt, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Segmenten. Bei Versicherungen liegt der Anteil bei 80 %, im übrigen Bankensektor bei 46 %
  • Wer extern rekrutiert, bleibt meist im eigenen Sektor: Im Bankensektor war Credit Suisse ein wichtiger Pool, gesamthaft kamen 6 von 11 externen CFOs aus dem Credit Suisse/UBS-Umfeld
  • Für CEOs und Verwaltungsräte heisst das: Eine interne Pipeline ist wichtig. Gleichzeitig sollte regelmässig überprüft werden, ob das eigene CFO-Anforderungsprofil den künftigen Anforderungen noch entspricht